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Presseartikel

 
Mittwoch, 18. Sep 2013

Über konkrete Pläne informiert

Abstimmung In Ruggell wird Ende Monat über den Verpflichtungskredit für den Neubau Kindergarten und die Erweiterung Primarschule abgestimmt. Am Montag informierten Gemeindevertreter und Planungsfachleute die Einwohner im Gemeindesaal.

Obschon eine detaillierte Informationsbroschüre in die Haushaltungen versandt worden war, konnte Gemeindevorsteher Ernst Büchel zahlreiche Interessierte im Gemeindesaal begrüssen. Er führte einleitend aus, dass es vor allem drei Gründe seien, die zur Planung dieses Bauvorhabens geführt hätten: Die stetig steigenden Schülerzahlen erforderten die Bildung von mehr Schulklassen, die 30 Jahre andauernden Kindergartenprovisorien seien teils baufällig und deren Raumbedingungen unbefriedigend, und schliesslich hätten sich die Unterrichtsformen und -inhalte gewandelt und bedingten andere räumliche Voraussetzungen.

Lange Vorbereitungsphase

Die Ausführungen der Vertreterin des Lehrpersonals, Jacqueline Büchel, der Schulratspräsidentin und Gemeinderätin Melanie Büchel sowie auch die Darstellung des Gemeindevorstehers zeigten, dass es sich bei dieser Vorlage um ein lange und sorgfältig erarbeitetes Projekt handelt, unter breitem Einbezug aller Interessengruppen.Im Sommer 2009 hat der Gemeinderat eine Arbeitsgruppe eingesetzt, um die Raumsituation und die künftige Schulentwicklung zu klären. In der Folge befasste sich die Lehrerschaft in zwei Arbeitstagungen mit den Ergebnissen. Es wurde durch den Raumplaner Florin Frick ein «Masterplan» für die längerfristige Entwicklung und Gestaltung des Schulareals erarbeitet. Die Architekturstudenten der Universität Liechtenstein trugen mit ihren Gestaltungsideen zur Meinungsbildung bei. Schliesslich konnten im Herbst vergangenen Jahres die Wettbewerbsbedingungen definiert und der Architekturwettbewerb ausgeschrieben werden.Im März 2013 fand die Jurierung von 12 eingereichten Projekten statt, wobei das Projekt «Rapunzel» der Architekturgemeinschaft Matt Architekten GmbH, Mauren/Arge-Partner MAO Architektur, Vaduz, als Sieger hervorging (das «Volksblatt» berichtete).Architekt Patrik Matt erläuterte anhand der Pläne die Gestaltung des Neubaus und dessen Eingliederung in das gesamte Schulareal. Es entstehen demnach insgesamt sechs neue Unterrichtsräume mit den erforderlichen Nebenräumen. Die Unterrichtsräume können sowohl für den Kindergarten als auch durch die Primarschule genutzt werden. So kann flexibel auf künftige Entwicklungen reagiert werden. Die Anbindung des neuen Baus an die bestehende Primarschule ist gegeben.

Detaillierte Planung

Für die Realisierung des Projektes haben die Stimmbürger einen Verpflichtungskredit von knapp sieben Millionen Franken zu genehmigen. «Wir haben den Betrag aufgrund einer Detailplanung ermittelt, bei der die Fachplaner bereits einbezogen waren. Das hat uns zwar Geld gekostet, dafür haben wir Gewähr, dass die Berechnung hält und Kostenüberschreitungen ausgeschlossen werden können», erklärte der Vorsteher. Vom ihm war am Rande überdies zu erfahren, dass die Gemeinde dieses Projekt mit vorhandenen Mitteln wird finanzieren können.(hs)