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Presseartikel

 
Mittwoch, 20. Feb 2019

Gemeinde Ruggell: Dank Einbezug der Einwohner mehr Dienstleistungen

Rück- und Ausblick Am Montag, den 18. Februar 2019, hat im Gemeindesaal der jährliche Informationsabend stattgefunden. Die zahlreich erschienenen Einwohnerinnen und Einwohner erhielten dabei einen umfangreichen Einblick in die laufenden Projekte der Gemeinde. Zudem wurden neue Dienstleistungen der Gemeindeverwaltung vorgestellt.
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Im Rahmen des Projektes «Wohnen und Leben im Alter» kön­-nen künftig Senioren sich mit ihren Fragen, Bedürfnissen oder Anliegen an die Mitarbeiterinnen am Empfangsschalter wenden. Weiters bietet die Bauverwaltung eine Erstberatung für Neu- und Umbauten an mit dem Schwerpunkt von hindernisfreien Wohnräumen, welche auch gefördert werden. Alternativ kann auch eine einfache Wohnberatung für ein sicheres Zuhause in Anspruch genommen werden. Diese neue, erweiterte Form von Bürgerservice wurde mit den Partnergemeinden Schellenberg und Gamprin durch spezifische Weiterbildungen realisiert. Voraus gingen mehrere Workshops in den drei Gemeinden, an denen die Bevölkerung eng miteinbezogen wurde.

Koordinationsstelle Familienfragen

Dass der Gemeinde die Partizipation der Kinder und Jugendlichen wichtig ist, ist seit der Zertifizierung durch die UNICEF Schweiz und Liechtenstein zur «Kinderfreundlichen Gemeinde» im letzten September bekannt.
Vorsteherin Maria Kaiser-Eberle gab einen Überblick über den Stand der Umsetzung der elf Massnahmen. In der Verwaltung wurde eine Koordinationsstelle für Kinder-, Jugend- und Familienfragen installiert, welche Fragen direkt beantwortet oder den Kontakt zu der zuständigen Stelle herstellt. Die Koordinationsstelle lässt sich einfach auf der Webseite der Gemeinde finden. Die Ideen der Kinder und Vertreter des Velo­- clubs wurden in die Planung der Pumptrackanlage miteinbezogen, die sich aktuell zwischen Festplatz und Tennisanlage im Rohbau befindet. Anfang März findet eine Begehung mit allen Kindern statt, welche im letzten Jahr bereits dabei waren. Berücksichtigt wurde die Anregung eines sicheren Übergangs über die vielbefahrene Industriestrasse, um die Pumptrackanlage, das Vereinshaus und die Tennisanlage sicher zu erreichen. Diese Sicherheit ist dem Gemeinderat ebenfalls sehr wichtig und folglich genehmigte dieser dafür einstimmig einen Kredit von 255 000 Franken für den Bau einer Mittelinsel mit Zebrastreifen auf Höhe der Pumptrackanlage. Baubeginn für den sicheren Übergang ist im Frühjahr.

Industriezubringer und klare Energiepolitik

Für die Realisierung des Industriezubringers konnte im letzten Halbjahr ein wichtiges Grundstück durch ein Kauf- und Tauschgeschäft erworben werden. Aktuell sind die letzten Grundstücksverhandlungen im Gange wie auch die konkrete Projektausarbeitung. Kurz und bündig informierte Vorsteherin Maria Kaiser-Eberle über das gemeinsame Projekt mit dem Liechtensteiner Fussballverband (LFV) auf dem Freizeitpark Widau: Im März folgt eine gemeinsame Kommunikation mit dem LFV über die genaue Realisierung des Nationalmannschaftszentrums. Der Spatenstich ist am 12. März 2019. Zum ersten Einsatz an diesem Abend kam Emanuel Matt, welcher im letzten Oktober die Leitung der Bauverwaltung übernahm. Nach einer kurzen, persönlichen Vorstellung berichtete er über weitere Bauprojekte. Als wichtiger Schritt präsentierte er die Erweiterung des Feuerwehrdepots, das an der «Nacht der offenen Tore» am 30. August eingeweiht wird. Der Anbau kommt dem vorherrschenden Platzmangel entgegen und gibt den nötigen Platz für das neue Tanklöschfahrzeug, welches im kommenden Jahr angeschafft wird. In Zusammenarbeit mit den Bibliothekarinnen, der Schule und der Verwaltung wurde im letzten Jahr die Schulbibliothek erneuert und strahlt nun im neuen Glanz. Erweitert wurde auch das Angebot für Kinder und Jugendliche, aber auch für Erwachsene.
Am 16. März findet dazu ein Tag der offenen Türe statt, an dem die neue Bibliothek besucht werden kann. In diesem Jahr wird begonnen, die 40 und 30 Jahre alten Heizungen in der Gemeindeschule durch neue umwelt- und klimafreundliche Wärmeerzeugungsanlagen zu ersetzen. Diese Massnahme bekräftigt auch die Bestrebungen der Gemeinde, ihre vorbildliche Energiepolitik voranzutreiben. Als Trägerin des Labels «Energiestadt Gold» setzt sich Ruggell seit Jahren für Energie und Umwelt ein.

Die Vorsteherin dankte

Gastreferent Gebhard Beck von der Lenum AG brachte das Label den Anwesenden durch praktische Beispiele näher. So gelang es der Gemeinde unter anderem den Stromverbrauch der Strassenbeleuchtung durch Nachtabschaltung und Ersatz der Leuchtmittel durch LED kontinuierlich zu senken, seit 2010 um 38 Prozent.
Zum Schluss bedankte sich Vorsteherin Maria Kaiser-Eberle bei allen Mitgliedern der Ruggeller Vereine und Kommissionen, die mit ihrem Einsatz zur Lebensqualität, zur Tradition, zur Freizeitgestaltung und zur Identität der Einwohner mit der Gemeinde Ruggell beitragen. Ein grosser Dank ging an alle Einwohnerinnen und Einwohner, welche in den letzten Jahren an den zahlreichen Bevölkerungsworkshops teilnahmen. (eps)