Sonntag, 19. Mai 2013
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Geschichte
Vorherige Epoche
1619
1776
1629
1638
Nächste Epoche
1619
Schiedsspruch zwischen Sennwald und Ruggell, weil sich Ruggell nicht an den Wuhrbrief von 1597 halte.
1629
Österreichische und spanische Truppen lagern mehrfach mit dem ganzen Tross in Ruggell und nehmen den Menschen den letzten Bissen Brot weg. Sie schleppen Krankheiten und Seuchen ein. Aufs neue fordert die Pest ihre Opfer.
1634
Die Wuhrgrenze zwischen Gamprin und Ruggell wird im Schlatt festgelegt. Heute verläuft dort die Gemeindegrenze.
1638
Unterhalb der ''Flandera'' wird ein neues Wuhr gebaut. Das dahinterliegende Land wird entlang des "Panggs Porth" unter die Haushaltungen aufgeteilt. Alle haben im gleichen Ausmass zum Wuhrunterhalt beizutragen.
Auf den fruchtbaren Äckern entlang des Rheins wird viel Korn gepflanzt, weshalb es auch seit altersher eine Mühle gibt. Diese Schiffsmühle steht auf einem Floss, das am Ufer befestigt ist, aber je nach Wasserstand und Rheinverlauf verschoben werden kann.
1646
Die Schweden kommen! Am Weihnachtsabend streifen schwedische Reiter durch Ruggell und beginnen zu rauben und zu plündern. Flüchtlinge aus Feldkirch und Ruggell werden vom Salezer Pfarrer Jost Grob mit Schiffen ans sichere Ufer gerettet.
1650
Eine Rheingrösse (Hochwasser) reisst im Dezember die Mühle los. Sie kann aber wieder aufgefischt und instand gesetzt werden.
1668
Auch Ruggell wird vom unseligen Hexenwahn nicht verschont. Der Fährmann Spiegler, dem die Fähre gehört, wird wegen Hexerei hingerichtet.
1687
Andreas Büchel und seine Stiefbrüder Christoph, Georg und Ferdinand erwerben von Graf Jakob Hannibal von Hohenems um 300 Gulden die Fähre von Ruggell für sich und ihre Nachkommen.
1689
Die Genossenschaftsalpe im Rellstal/Montafon, die Bauern von Ruggell und Gamprin gehört, wird in einem Mark- und Weidbrief erwähnt.
1692
Das herrschaftliche Mühleregal wird abgelöst. Die Ruggeller zahlen dem Grafen von Hohenems 400 Gulden. Sie können mahlen, wo sie wollen, und erhalten auch das Recht eine eigene Mühle zu bauen.
1699
Fürst Hans Adam I. von Liechtenstein kauft das Unterland, die Herrschaft Schellenberg, für 115''000 Gulden. Am 16. März 1699 findet die Huldigung auf der "Platte" in Bendern statt. Landammann und Landeshauptmann Andreas Büchel aus Ruggell vertritt die Landschaft und setzt sich energisch für die Beibehaltung der althergebrachten Rechte ein.
1700
Das Dorf zählt 60 Haushaltungen. Nach 1700 nehmen die Rheingrössen verheerende Folgen an. Überschwemmungen und Einbrüche im Rheintal werden aus den Jahren 1739, 1740, 1743, 1762, 1769, berichtet. Besonders schlimm waren die Dammbrüche von 1775, 1785 und 1787, 1789 kam es im Juni und im Oktober zu Rheineinbrüchen.
1721
Ruggell noch mit Namen "Roggell" in der Heberkarte aufgenommen.
1725
Wuhrabkommen mit der Gemeinde Altenstadt. Die Altenstädter übernehmen die Wuhrarbeiten bis zur damaligen Einmündung des "Mühlbaches" in den Rhein, ca. 500m oberhalb der heutigen Grenze bei der sogeannten "Lettenbucht", um Bangs und Matschels besser zu schützen.
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