| 1347 |
Das Domkapitel in Chur erwirbt einen Hof in Ruggell: Jos Bok in Feldkirch verkauft den Chorherren am 4.Dezember 1347 "... den hof und das guot ze Runggaelle...". In den folgenden Jahrhunderten wird in vielen Urkunden immer wieder der grosse kirchliche Grundbesitz erwähnt. Ebenso scheinen mehrfach Bürger der Stadt Feldkirch auf, die in Ruggell wohnen, stattliche Häuser bauen und Handel treiben mit Korn, Pferden und Salz. So wurde gemäss mündlicher Überlieferung das Haus Nr. 72/73 von einem Feldkircher Wirt und Handelsherrn erbaut. |
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| 1374 |
Der Rhein setzt den Talgrund der Grafschaft Vaduz und der Herrschaft Schellenberg unter Wasser |
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| 1394 |
Am 17.November 1394 vergibt Graf Albrecht von Werdenberg-Bludenz das Fährrecht "zum Püchel" unterhalb von Ruggell als Erblehen. In der Verkaufsurkunde eines Feldkircher Ausbürgers wird ein Feld im "Mühlbach" erwähnt, was auf das Vorhandensein einer Mühle schliessen lässt. |
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| 1405 |
Ammann und Landleute am Eschnerberg beschwören mit den Appenzellern den 'Bund ob dem See'. Die Untere und Obere Burg werden gebrochen und ausgeräuchert. |
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| 1437 |
Die Grafen von Brandis erwerben den nordwestlichen Teil der Herrschaft Schellenberg mit Ruggell. Die Landammänner vertreten das Volk und halten Gericht zu Rofenberg. Unterland und Oberland sind nun in einer Hand vereint. |
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| 1464 |
Ruggell verweigert den Hanfzehnten an das Kloster St.Luzi in Chur, muss aber klein beigeben. Da Ruggell zur Pfarrei Bendern gehört, gibt es immer wieder Abgabestreitigkeiten. |
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| 1488 |
Ein Schiedsspruch legt die Pfarreigrenze Bendern-Altenstadt fest. Darin wird die nördliche Grenze beschrieben: "... vom Gandenstein - Markstein - zum alten Badbrunnen - dem Hasenbach hinab in die Spürs - Weienau..." |
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| 1497 |
Erste Grenzziehung zwischen Ruggell und Schellenberg. Ein Schiedsgericht unter Freiherr Ludwig von Brandis beendet die langen Streitigkeiten um Wald- und Weidennutzung und setzt Marken von "... der alten Schellenberg durch das Metzental bis zu Tüllers Boden." |
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| 1500 |
Das Dorf Ruggell zählt 24 Familien. |
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| 1507 |
Die Grafen von Sulz übernehmen die Herrschaft Schellenberg. Für unser Land beginnen die ''glücklichen Sulzer Zeiten''. Die Reformation wird vom Grafen verboten. |
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| 1530 |
Die Schellenberger klagen gegen Ruggell wegen des Atzungsrechtes (Weiderecht) auf den Bangser Wiesen. |
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| 1579 |
Die Ruggeller klagen gegen die Schellenberger, weil diese beim gemeinsamen Wuhren nicht helfen wollen. |
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| 1597 |
Im Wuhrbrief zwischen Ruggell und Sennwald wird der Hirschensprung als Visierhilfe für den Wuhrbau erwähnt. |
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| Nach 1600 |
werden die Hochwasser des Rheins immer bedrohlicher, weil durch die Rodungen der Walser und der Bergbaubetriebe viele Bündner Täler zu stark entwaldet werden. Insgesamt sind seit dem 13.Jahrhundert mehr als 70 Überschwemmungen in unserem Land verzeichnet. |
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| 1613 |
Auf die ''glücklichen Sulzer Zeiten'' folgt das schreckliche Hihenemser Jahrhundert mit Krieg, Hungersnot, Seuchen, Pest und Hexenwahn. |
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| 1614 |
Bau einer Kapelle in Ruggell. |
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| 1617 |
Die erste urkundlich datierte Weihe einer Kapelle findet am 20.September 1617 statt. Als Kirchenpatron erscheint neben der Jungfrau Maria Sankt Fridolin. Die Wahl des Kirchenpatrons könnte auf die Nähe des Gaugerichtes Müsinen bei Rankweil zurückzuführen sein, vor welchem Fridolin der Legende nach mit dem toten Ursus erschien und sein Recht erhielt. |
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