Donnerstag, 09. Sep 2010
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Geschichte
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1347
1619
1497
1617
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1347
Das Domkapitel in Chur erwirbt einen Hof in Ruggell: Jos Bok in Feldkirch verkauft den Chorherren am 4.Dezember 1347 "... den hof und das guot ze Runggaelle...". In den folgenden Jahrhunderten wird in vielen Urkunden immer wieder der grosse kirchliche Grundbesitz erwähnt. Ebenso scheinen mehrfach Bürger der Stadt Feldkirch auf, die in Ruggell wohnen, stattliche Häuser bauen und Handel treiben mit Korn, Pferden und Salz. So wurde gemäss mündlicher Überlieferung das Haus Nr. 72/73 von einem Feldkircher Wirt und Handelsherrn erbaut.
1374
Der Rhein setzt den Talgrund der Grafschaft Vaduz und der Herrschaft Schellenberg unter Wasser
1394
Am 17.November 1394 vergibt Graf Albrecht von Werdenberg-Bludenz das Fährrecht "zum Püchel" unterhalb von Ruggell als Erblehen. In der Verkaufsurkunde eines Feldkircher Ausbürgers wird ein Feld im "Mühlbach" erwähnt, was auf das Vorhandensein einer Mühle schliessen lässt.
1405
Ammann und Landleute am Eschnerberg beschwören mit den Appenzellern den 'Bund ob dem See'. Die Untere und Obere Burg werden gebrochen und ausgeräuchert.
1437
Die Grafen von Brandis erwerben den nordwestlichen Teil der Herrschaft Schellenberg mit Ruggell. Die Landammänner vertreten das Volk und halten Gericht zu Rofenberg. Unterland und Oberland sind nun in einer Hand vereint.
1464
Ruggell verweigert den Hanfzehnten an das Kloster St.Luzi in Chur, muss aber klein beigeben. Da Ruggell zur Pfarrei Bendern gehört, gibt es immer wieder Abgabestreitigkeiten.
1488
Ein Schiedsspruch legt die Pfarreigrenze Bendern-Altenstadt fest. Darin wird die nördliche Grenze beschrieben: "... vom Gandenstein - Markstein - zum alten Badbrunnen - dem Hasenbach hinab in die Spürs - Weienau..."
1497
Erste Grenzziehung zwischen Ruggell und Schellenberg. Ein Schiedsgericht unter Freiherr Ludwig von Brandis beendet die langen Streitigkeiten um Wald- und Weidennutzung und setzt Marken von "... der alten Schellenberg durch das Metzental bis zu Tüllers Boden."
1500
Das Dorf Ruggell zählt 24 Familien.
1507
Die Grafen von Sulz übernehmen die Herrschaft Schellenberg. Für unser Land beginnen die ''glücklichen Sulzer Zeiten''. Die Reformation wird vom Grafen verboten.
1530
Die Schellenberger klagen gegen Ruggell wegen des Atzungsrechtes (Weiderecht) auf den Bangser Wiesen.
1579
Die Ruggeller klagen gegen die Schellenberger, weil diese beim gemeinsamen Wuhren nicht helfen wollen.
1597
Im Wuhrbrief zwischen Ruggell und Sennwald wird der Hirschensprung als Visierhilfe für den Wuhrbau erwähnt.
Nach 1600
werden die Hochwasser des Rheins immer bedrohlicher, weil durch die Rodungen der Walser und der Bergbaubetriebe viele Bündner Täler zu stark entwaldet werden. Insgesamt sind seit dem 13.Jahrhundert mehr als 70 Überschwemmungen in unserem Land verzeichnet.
1613
Auf die ''glücklichen Sulzer Zeiten'' folgt das schreckliche Hihenemser Jahrhundert mit Krieg, Hungersnot, Seuchen, Pest und Hexenwahn.
1614
Bau einer Kapelle in Ruggell.
1617
Die erste urkundlich datierte Weihe einer Kapelle findet am 20.September 1617 statt. Als Kirchenpatron erscheint neben der Jungfrau Maria Sankt Fridolin. Die Wahl des Kirchenpatrons könnte auf die Nähe des Gaugerichtes Müsinen bei Rankweil zurückzuführen sein, vor welchem Fridolin der Legende nach mit dem toten Ursus erschien und sein Recht erhielt.
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