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Presseartikel

 
Freitag, 11. Mai 2018

Nationalmannschaften trainieren künftig in Ruggell

Fussball Die sieben Fussballnationalmannschaften werden sich zukünftig öfter in Ruggell treffen. Denn wie die Gemeinde Ruggell und der Liechtensteiner Fussballverband in einer gemeinsamen Mitteilung informierten, wird die Widau zukünftig die Trainingsheimat für diese Teams darstellen.
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Ruggells Vorsteherin Maria Kaiser-Eberle hat in der vergangenen Woche bereits durchklingen lassen, dass es wohl nur mehr eine Frage der Zeit ist, bis fixiert wird, dass ein Teil des geplanten technischen Zentrums des Fussballverbandes am Standort Ruggell realisiert wird. Und am vergangenen Dienstagabend hat der Gemeinderat Ruggell dann den Grundsatzentscheid gefällt, dass in einem gemeinsamen Projekt das LFV-Nationalmannschaftszentrum auf der bestehenden Anlage des Freizeitparks Widau realisiert werden soll.

Beide Seiten profitieren

«Nach Verhandlungen zwischen der Gemeinde Ruggell und dem LFV unter engem Einbezug des Vorstands des FC Ruggell konnte nun eine Entscheidungsgrundlage erarbeitet werden, die allen Beteiligten einen wesentlichen Mehrwert bringt», heisst es in der gemeinsamen Mitteilung. Der Verhandlungszeitpunkt sei für die Gemeinde Ruggell ideal, da im Freizeitpark Widau verschiedene Sanierungsmassnahmen notwendig seien. So steht insbesondere die Erneuerung des Kunstrasens an. In der Widau wird damit eine moderne Anlage und ein optimales Trainingsgelände für den FC Ruggell und für den Liechtensteiner Fussballverband entstehen. Zudem solle auch der Mädchen- und Frauenfussball am Standort Ruggell gestärkt werden.
Auf der anderen Seite profitiert auch der Fussballverband. Nachdem seit mehreren Jahren versucht wird, ein technisches Zentrum auf die Beine zu stellen, gibt es nun erstmals grünes Licht – für zumindest einen Teil des ursprünglichen Projekt. «Auf der Freizeitanlage Widau wird ein Stützpunkt für die Trainings aller sieben Nationalmannschaften (U15, U17, U19, U21, A sowie U16- und U19-Frauen) entstehen, der neben optimalen Bedingungen für die Nationalteams auch eine Entlastung für die Sportanlagen der anderen Gemeinden mit sich bringt», heisst es weiter. Daneben verfolge der LFV nach wie vor das Ziel, die restlichen Module des Gesamtprojektes «Technisches Zentrum» zu realisieren.
Geplant war ursprünglich ein gemeinsames Zentrum für alle LFV-Teams im Umfeld des bestehenden Sportparks Eschen/Mauren. Dieses Projekt schien lange auf einem guten Weg, bis sich die Mitglieder der Bürgergenossenschaft Eschen/Nendeln gegen eine Verpachtung der benötigten Grundstücke aussprach.
Nach diesem Projektrückschlag stand dann auch der Standort Vaduz zur Debatte. Dort wurde allerdings schnell klar, dass dort zu wenig Platz zur Verfügung steht, um alle LFV-Teams unterzubringen, weshalb in der Folge Ruggell als mögliche Alternative für die Nationalteams angedacht wurde. Diese Lösung soll nun umgesetzt werden. Wie es mit dem Standort Vaduz aussieht, ist unterdessen noch offen.
Im Projekt Ruggell werden nun die Mitglieder des FC Ruggell im Detail informiert, in der Folge gibt es auch weitere Informationen für die Öffentlichkeit.