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Presseartikel

 
Montag, 26. Feb 2018

Kinder gestalten Ruggell: «Was würde ich tun, wenn ich in der Gemeinde der König wäre?»

Ideen Am Samstagvormittag hat in Ruggell eine Kinderkonferenz stattgefunden – mit interessanten Einblicken.
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Nach dem Bevölkerungsworkshop zu VisioRuggell im Sommer 2016 mit den Erwachsenen und Jugendlichen lud die Gemeinde an diesem Vormittag speziell die Kinder ein, ihre Meinungen und Ideen einzubringen. Und diese hatten es in sich: Eine Pracht voller kreativer und wertvoller Vorschläge gilt es nun zu bündeln und auszuarbeiten, wie die Gemeinde Ruggell mitteilte.

Freiwillige Teilnahme

38 Kinder aus den 3. bis 5. Klassen meldeten sich freiwillig für die Ruggeller Kinderkonferenz an. Dies auf Einladung der Gemeinde, welche damit die Partizipation der Kinder verstärken und die Kinder am ­Gemeindegeschehen mitwirken lassen möchte. Nach einem kurzen Begrüssungsspiel und Besprechung zum Ablauf des Vormittags wurden die Kinder per Zufallslos auf sieben Gruppen verteilt. In der Gruppe erhielten die Kinder von den Leitern die Frage, was sie tun würden, wenn sie Königin oder König von Ruggell wären? Was fehlt? Was möchten sie in der Gemeinde, Schule, in ihrem Quartier verändern?

Vom Einhornladen ...

Von wichtigen Umweltthemen wie der starke Autoverkehr und dass die grosse Wiese neben der Gemeindeschule nicht bebaut werden soll, bis hin zu einem Einhornladen, wo es alles rund um das Einhorn gibt, wurde aufgeschrieben oder aufgemalt. Luftschlösser waren bewusst erlaubt, es wurde dann gemeinsam in der Gruppe erforscht, was der Wunsch hinter dem Wunsch ist. Was wäre das Gute daran, wenn dies oder jenes in Ruggell umgesetzt würde, was würde es anderen nützen?

... bis zur Pumptrackanlage

Lehrerinnen aus der Gemeindeschule sowie Mitglieder und Mitarbeiter der OJA, Gemeindeschulrat und Verwaltung begleiteten die Kinder als Gruppenleiter bei der Konkretisierung der Ideen, sodass jede Gruppe die wichtigsten Ideen dann im Plenum präsentierte. Zur Präsentation am späteren Vormittag besuchten einige Gemeinderäte die Veranstaltung und hörten den Präsentationen der Kinder interessiert zu. Vor allem die Buben wünschen sich eine Pumptrackanlage, während die Mädchen eher zu einem Spielplatz mit Trampolin tendieren. An zweiter Stelle war überraschend der Bau der weiterführenden Schule in Ruggell gegeben. Dies aufgrund, weil sie ihre älteren Geschwister vermissen, welche nicht mehr jeden Mittag nach Hause kommen. Neben Umwelt kam auch der ansteigende Verkehr zur Diskussion, hier wünschen sich die Kinder Quartiere, in denen die Autos nicht mehr so schnell und so zahlreich durchfahren – dies auch aufgrund der schädlichen CO2-Emissionen. Insgesamt einigte sich die Kinderkonferenz auf acht Themen, welche nun am «KinderMitWirkungstag» am 20. März 2018 ausführlicher besprochen und zu einzelnen Projekten ausgearbeitet werden.

Dank von der Vorsteherin

Vorsteherin Maria Kaiser-Eberle bedankte sich am Schluss herzlich bei allen Kindern für ihren tollen Einsatz. Ein grosser Dank ging auch an die Organisation der Lehrerinnen, Mitarbeiter der OJA, Mitglieder des Schulrats und Mitarbeiter der Verwaltung, welche in gemeinsamer Arbeit mit Daniela Ramser von der Kinder- und Jugendförderung Schweiz «infoklick.ch» diesen Anlass vorbereitet und durchgeführt haben. Mit einem feinen Pasta­plausch klang diese Konferenz am Mittag aus. (red/pd)