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Presseartikel

 
Mittwoch, 28. Jun 2017

«Kühe verstehen» mit Martin Ott

Vortrag

inhaltsbild

Ruggell Martin Ott erklärt heute um 20 Uhr im Küefer-Martis- Huus anhand seines Buches, wie Kühe kommunizieren, wie man sich mit der Kuh verständigen und über sie die Welt verstehen kann. Ott hat seine Beobachtungen, Erfahrungen und Gedanken mit den Tieren in «Kühe verstehen» festgehalten. Seine Texte sind wie Reiseführer in ein unbekanntes Land. Sie weiten den Blick für einen wesensgemässen Umgang mit Tieren, die individuelle Lebewesen sind, keine Milch- oder Fleischmaschinen. Die Kuh habe es den Menschen erlaubt, sesshaft zu werden. Erst mit den Kühen sei es den Menschen möglich geworden, die «Kultur der verbrannten Erde» zu überwinden und viele verschiedene, jeder Region angepasste Kuhkulturen zu entwickeln. «Die Kuh ist das einzige Tier, das auf einer beschränkten Fläche scheissen und fressen kann und dabei in Zusammenarbeit mit Bodenlebewesen den Boden nicht auslaugt, sondern mindestens erhält und im besten Fall sogar verbessert», meint Ott. Von diesen den Regionen angepassten Kuhkulturen entfernen wir uns nach Ansicht von Martin Ott immer mehr, bald seien davon nur noch Abziehbilder übrig. Er fordert: «Gebt der Kuh wieder Gras – nur Gras – zu fressen, nicht Ackerfutter, für das ihr Magen gar nicht gebaut ist und das der menschlichen Ernährung direkt dienen könnte.» Martin Ott ist Meisterlandwirt, Sozialtherapeut, Liedermacher und Autor, war Mitbetreiber des Hofes «Fintan» in Rheinau. Dort war er zuständig für eine Herde von über hundert Bio-Rindern. Heute leitet er eine landwirtschaftliche Bio-Ausbildungschule und ist zudem Stiftungsratspräsident des Forschungsinstituts für biologischen Landbau (FiBL). Der Eintritt kostet fünf Franken.(red/pd)