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Presseartikel

 
Freitag, 26. Mai 2017

Geschichte der Alp Fahren-Ziersch

Vernissage Im Rahmen eines mehrteiligen Projektes wurde die Ausstellung «Müar gon of d’Alp», angeregt von der Alpinteressenschaft Fahren-Ziersch, im Küefer-Martis-Huus Ruggell eröffnet.
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Die ältesten Dokumente zur Geschichte der Alp Fahren-Ziersch reichen bis ins 17. Jahrhundert zurück. Da sie selbst keine Alpen in Liechtenstein besassen, orientierten sich die Unterländer in Richtung Vorarlberg. So wurden über mehrere Jahrhunderte im Montafon die Alp Fahren und die Alp Ziersch von Ruggeller und Gampriner Bauern getrennt bewirtschaftet. Die Voralp Rells beweidete man jedoch gemeinsam. «Die alte Hütte im Rells soll zwei Türen gehabt haben», erklärte Ernst Büchel, Altvorsteher und Vorstandsmitglied der Alpinteressenschaft, am Mittwoch. «Beriet sich die eine Gruppe, soll die andere an der Tür gelauscht haben.» Nach langem Hin und Her haben sie sich im Jahr 1952 jedoch zusammengeschlossen.

Neues Interesse wecken

«Leider ist der Bezug zu den Alpen in der Gesellschaft immer mehr in Vergessenheit geraten», bedauert Büchel. Die Kostenstruktur zeige, dass man auf Unterstützung angewiesen sei, daher bedürfe es dringend Lösungen für die Zukunft. Um neues Interesse zu wecken und die Alpen wieder attraktiv und beliebt zu machen, hat die Alpinteressenschaft die Ausstellung im Küefer-Martis-Huus angeregt. Kurzerhand machte sich Ernst Büchel im Archiv des Ruggeller Rathauses auf die Suche nach Dokumenten über die Alp Fahren-Ziersch. Dort fand er verschiedene alte Briefe und Originalverträge, Karten, etc. im Zusammenhang mit der Alp. «Es war einfach faszinierend, die wunderschönen Schriftstücke mit geschwungener Handschrift anzusehen.» All dieses Material ist nun bis zum 3. September 2017 im Küefer-Martis-Huus ausgestellt und erzählt die Geschichte, wie sich die Alp bis zur heutigen Zeit entwickelt hat und welche Herausforderungen bis heute bestehen.

Helfer gesucht

«Diese Ausstellung ist eine geniale Idee», stimmt Gemeindevorsteherin Maria Kaiser-Eberle anerkennend zu. «Die Geschichte gehört einfach zu Ruggell.» Auch Johannes Inama, Leiter des Küefer-Martis-Huus’, ist überzeugt davon, dass sich durch diese Ausstellung bei den Leuten «eine neue Liebe für die Alp entwickelt, die so viele fasziniert». Ernst Büchel hofft, dass sich nun auch einige Privatpersonen bereit erklären, einen Arbeitstag («oder auch nur einen halben») auf der Alp zu helfen. «Es ist ein Ausflug in die Berge bei guter Luft.» Jede Hilfe ist willkommen. «Müar gon of d’Alp», so Büchel, «und wer kommt mit?»

Rahmenprogramm

24.5. bis 3.9.: Müar gon of d´Alp
6.6., 19.30 Uhr: «Üsri Alp»/Gesprächsabend
23.6. bis 5.11.: Die Kuh
8.9. bis 5.11.: Von der Kuh zum Kapital