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Presseartikel

 
Montag, 27. Mrz 2017

Maria Malin-Büchel: Horizonte erweitern im Küefer-Martis-Huus

Vernissage Maria Malin-Büchel eröffnete am Freitag im Küefer-Martis-Huus ihre Ausstellung unter dem Motto «Horizonte».
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Aufgrund ihrer langjährigen Beziehung zum Küefer-Martis-Huus und zu Ruggell im Allgemeinen freute sich Kurator Dr. Johannes Inama ganz besonders, Maria Malin-Büchel für eine Ausstellung gewinnen zu können. Die ehemalige Ruggellerin sei ausserdem «die treueste Besucherin bei Ausstellungen». Nun präsentiert sie ihre eigenen Werke im ganzen Haus, welche jedem einzelnen Raum einen ganz speziellen Charakter geben. Ihre einerseits ausgeprägte Vielfalt und Ernsthaftigkeit bewundert Inama gleichermassen wie andererseits die besondere Leichtigkeit und spielerische Qualität, wie sie so selten in Liechtenstein zu sehen sei. Ganz besonders fasziniert ist der Kurator von Malin-Büchels überarbeiteten Einladungskarten, die sie sich gestalterisch zu eigen gemacht hatte. Auch ihre mit einem Tuch bemalten Gemälde sind ein beeindruckender Anblick.

Auf sich wirken lassen

Der Horizont – An dem Punkt, wo der Himmel die Erde berührt, passiert etwas. Sei es der Sehnsuchtsblick in die Ferne oder das Entdecken geheimer Wünsche für die Zukunft. Diesen Zwischenraum zu ergründen und Stimmungen zu schaffen, ist der Künstlerin ein besonderes Anliegen. Als Vernissagerednerin hatte sich Barbara Bamert bereit erklärt, ein paar Worte zu den Werken der Künstlerin zu sagen. Die langjährige Begleiterin und Lehrerin Malin-Büchels appellierte an die zahlreich erschienenen Besucher, beim Betrachten der Werke innezuhalten. «Innehalten» sei nämlich genau das richtige Schlüsselwort, um das Geheimnis dieser besonderen Arbeiten zu ergründen. «Es ist nicht leicht», gesteht Bamert. Man müsse lernen zu warten in einem «Moment aktiver Passivität, denn Innehalten beheimatet eine innere Herzensweite sowie die Tür zu einer hörbaren Stille».

Kunst ist wie eine Pflanze

Bamert vergleicht Malin-Büchels Arbeiten mit einer Pflanze. Ein guter Boden ist unerlässlich für das Wachstum, genau wie die gestalterische Grundlage für ein Kunstwerk. Ebenso bedarf es Klima und Inhalt. Danach braucht es Zeit, um sich mit dem Inhalt auseinanderzusetzen und das blühende Kunstwerk verstehen zu können. Diese Zeit nimmt sich Maria Malin-Büchel auch. Von Zeit zu Zeit reflektiert sie ihre fertigen Produkte, um diesen hier und da einen neuen, frischen Hauch zu verpassen. Barbara Bamert fordert die Gäste abschliessend erneut auf, innezuhalten, mitzudenken, dem Geheimnis der Bilder zu lauschen und somit seinen Horizont zu erweitern. «Denn das braucht unsere Welt.»