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Presseartikel

 
Montag, 09. Jan 2017

«Was bleibt?»: Lebensgeschichten und Verortungen in Ruggell

Ansammlung Am Wochenende startete die zweite Phase der dreiteiligen Ausstellung «Was bleibt?» im Küefer-Martis-Huus in Ruggell.
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Zwischen 2. Dezember und 5. März wird das Küefer-Martis-Huus zum Diskurs-, Begegnungs- und Ausstellungsraum, in dem in drei Phasen kritische Fragen rund um die Thematik «Sammeln und Erinnern» gestellt werden. Ausgehend von einer Einladung an junge Ruggeller, das Küefer-Martis-Huus mit all seinen Räumen zu bespielen, haben sich Damiano Curschellas, David-Johannes Buj, Dominic Spalt, Simon Egger, Oliver Spalt, Melanie Schaper, Manuel Büchel und weitere Akteure mit dem Wert des gesammelten Kulturgutes im Küe-fer-Martis-Huus beschäftigt und sich Fragen zur eigenen Identität gestellt. Etwa: Welche Kulturgüter bedeuten uns etwas? Was kann weg? Was soll bleiben? Was gehört zu uns? Und was ist unsere Kultur?

Von der Leere zum Sammeln ...

Diesen Fragen wird im Laufe der einzelnen Phasen der Ausstellung Ausdruck verliehen. In der ersten Phase durften die Besucher am 2. Dezember selbst aktiv werden, indem sie das Küefer-Martis-Huus ausräumten. So wanderten Tische, Stühle, Kleider, Bilderrahmen, Koffer, Decken und anderes heraus aus den Ausstellungsräumen in das provisorische Depot im Kulturtenn.
In der zweiten Phase des Projektes, die am vergangenen Wochenende startete und bis Anfang Februar läuft, dürfen die nun leergeräumten Räume mit Gegenständen der Gäste, die diese für sich oder Ruggell als wertvoll erachten, gefüllt werden. Keine Angst! Die geliebten Schätze müssen nicht hergegeben werden. Sie dienen nur als Leihgabe im Rahmen der Ausstellung.

... und Konservieren

In der dritten und letzten Phase (ab 3. Februar) wird «das Konservieren» zelebriert und die Ausstellung, die durch den Sammelprozess entstanden ist, kann besichtigt werden. Gleichzeitig entsteht eine fortlaufend ergänzte Projektdokumentation, welche Legenden, Beschreibungen und Saaltexte zu den gesammelten Gegenständen enthält wie auch zu den im Prozess entstandenen Kunstwerken, in denen sich das junge Kreativ-/Kuratorenteam mit den Sammlungsgegenständen individuell auseinandergesetzt hat. Erste Ergebnisse der kreativen Auseinandersetzung konnten schon am vergangenen Wochenende beim Startschuss-Event zur zweiten Projektphase besichtigt werden. Ein vielversprechender Auftakt, resümiert der besuchende Rezensent. (jm)

Ausstellung «Das Sammeln»

Ort: Im Küefer-Martis-Huus in Ruggell
Dauer: Bis 3. Februar und 5. März mit offenem Archiv und Wortbeiträgen zum Thema Sammeln.

Weitere geplante Programmpunkte:

Ortsrundgang zum Thema Sammeln
Diskussionsrunde: «Was und wie sammeln wir?»: Am 28. Januar 2017 um 20 Uhr mit Musik der Balduin Hirschsteins Hypervitaminose Band

Detaillierte Informationen zum Begleitprogramm unter www.kmh.li